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Das Kleingedruckte der Versorger

War der Wechsel des Stromversorgers früher nur mit viel Aufwand und noch mehr Problemen möglich, reichen heute ein paar Mausklicks und einige Unterschriften. Im Internet lassen sich aktuelle Stromtarife recherchieren und vergleichen, bis der passende Anbieter gefunden ist. Der Wechsel dorthin geht dann in aller Regel problemlos von statten. Doch so einfach der Wechsel auch ist: Vor der Unterschrift bei einem neuen Versorger sollten Sie auch das Kleingedruckte im Stromliefervertrag sorgfältig lesen.

Aufmerksamkeit verdienen neben den Details zu Ihrem gewünschten Tarif auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Versorgers. Regelungen, die später im Umgang mit dem Unternehmen wichtig werden, finden sich hier mitunter erst nach einigem Suchen. So sollte zum Beispiel eindeutig festgeschrieben sein, wie oft Sie Abschlagszahlungen zu leisten haben, ob der angebotene Arbeitspreis an einen bestimmten Mindestverbrauch gekoppelt ist und ob zu Beginn des Liefervertrags die Zahlung einer Kaution erforderlich ist. Auch Boni oder Rabatte, mit denen manche Stromversorger um neue Kunden werben, sollten im Vertrag schriftlich festgehalten werden. Fehlen entsprechende Vereinbarungen, haben Sie als Kunde später nur wenige Möglichkeiten, die versprochenen Leistungen einzufordern. Klären Sie beim Studium des Kleingedruckten auch, ob die zugesagten Vergünstigungen an Bedingungen geknüpft sind, zum Beispiel einen jährlichen Verbrauch in einer bestimmten Höhe.

Die Stromversorger haben natürlich ein Interesse daran, Sie als Kunde möglichst langfristig an sich zu binden. In die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werden deshalb gerne lange Vertragslaufzeiten mit entsprechenden Kündigungsfristen hineingeschrieben. Um Ihnen eine solche mehrjährige Bindung an das Unternehmen schmackhaft zu machen, bietet Ihnen der Versorger im Gegenzug vielleicht einen weiteren Rabatt ein. Das kann sich zwar durchaus lohnen. Sie nehmen sich auf der anderen Seite aber die Möglichkeit, während der Vertragslaufzeit zu einem anderen Versorger zu wechseln, wenn dort die Preise sinken. Der vermeintlich attraktive Rabatt kann dann durch die fehlende Einsparmöglichkeit schnell ziemlich teuer werden.