Stromtarif im Check

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Sonderfall Nachtspeicherheizung

Das Gesetz von Angebot und Nachfrage gilt auch beim Strom. Und weil in der Nacht weniger Strom verbraucht wird, ist der Strom dann günstiger als am Tag. Wenn der Morgen anbricht und die Menschen aufstehen, schnellt der Strombedarf in die Höhe. Millionen Kaffeemaschinen, Toaster und Haartrockner wollen mit Energie versorgt werden, wenig später werden die Computer in den Büros eingeschaltet und die Maschinen in den Werkshallen hochgefahren. Die Folge: Der Stromverbrauch erreicht sein Maximum, entsprechend sind auch die Preise jetzt am höchsten. Nachts hingegen gibt es sowohl im privaten wie im gewerblichen Bereich vergleichsweise wenige Stromabnehmer, deshalb sinkt der Preis.

Diese Schwankungen des Arbeitspreises machen sich Nachtspeicherheizungen zunutze. Sie werden nachts mit dem günstigen Strom aufgeladen und geben dann tagsüber Wärme ab. Die Heizkosten lassen sich auf diese Weise deutlich reduzieren. Würde die elektrische Heizung ihre Energie zum Preis des tagsüber gelieferten Stroms beziehen, müssten die Besitzer einer solchen Anlage deutlich tiefer in die Tasche greifen, um ihre Wohnung warm zu halten. Die vergünstigten Angebote, die für Nachtspeicherheizungen genutzt werden können, bezeichnet man auch als Nachtstrom-Tarife.

Um in den Genuss des billigeren nächtlichen Stroms zu kommen, müssen zwingend zwei Zähler installiert werden. Der eine misst den normalen Verbrauch, der nach dem herkömmlichen Tarif abgerechnet wird. Der andere registriert, wieviel Nachtstrom bezogen wird. Beide Resultate tauchen dann später als getrennte Positionen auf der Abrechnung des Stromversorgers auf. Da es wie bei normalen Tarifen auch im Bereich des Nachtstroms teilweise erhebliche Preisdifferenzen zwischen den verschiedenen Stromversorgern gibt, ist hier vor dem Abschluss eines Vertrags ebenfalls ein Tarifcheck sinnvoll.

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