Stromtarif im Check

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Wie kommt der Strompreis zustande?

Der Strompreis, der am Ende auf Ihrer Rechnung erscheint, setzt sich aus einer Reihe von einzelnen Positionen zusammen. Die Gewichtung kann von Stromversorger zu Stromversorger verschieden sein, weshalb man beim Tarifcheck genau hinsehen muss. Grundsätzlich lassen sich die Entgelte in Fixpreise und verbrauchsabhängige Komponenten unterscheiden.

Zur Gruppe der festen Preise, die jedes Jahr unabhängig vom Umfang der Stromnutzung erhoben werden, gehören der Leistungspreis und der Verrechnungspreis. Bei manchen Versorgern sind auch beide Gebühren zu einem Posten zusammengefasst. Im wesentlichen soll er Aufwendungen für Leitungen, Kraftwerke und sonstige Netzanlagen, aber auch für den Zähler im Haus abdecken. Es handelt sich also um einen Grundpreis, wie Sie ihn beispielsweise von Telefonanschlüssen oder Handyverträgen kennen. Da viele Stromanbieter über keine eigene Netzinfrastruktur verfügen, müssen Sie auf die Leitungen anderer Versorger zurückgreifen. Diese Unternehmen dürfen dafür ein Nutzungs- bzw. Durchleitungsentgelt erheben, das ebenfalls in den Grundpreis einfließt.

Zu diesem Sockelbetrag kommen nun die Kosten hinzu, die durch den Bezug des Stroms entstehen. Jede Kilowattstunde (kWh) wird mit einem bestimmten Betrag berechnet, man spricht hier vom Arbeitspreis. Er wird auf der Rechnung und auch bei Tarifrechnern stets in Cent pro Kilowattstunde angegeben, so dass der Tarifcheck hier relativ einfach ist. Neben den Stromversorgern kassiert auch der Staat, und zwar in Form der Stromsteuer. Zusätzlich können so genannte Konzessionsabgaben fällig werden, die in die Kassen von Städten und Kreisen fließen. Sind all diese Posten addiert, ergibt sich der Nettobetrag, der nun noch mit der Mehrwertsteuer belegt wird. Erst dann steht unter dem Strich der tatsächliche Preis, den Sie als Endverbraucher zahlen müssen.

Grundgebühr, Arbeitspreis, Konzessionsabgaben und Steuern - das sind also die wesentlichen Bestandteile des Strompreises. Es liegt auf der Hand, dass sie alle beim Tarifcheck berücksichtigt werden müssen. Denn ansonsten kann der vermeintlich lukrative Wechsel zu einem auf den ersten Blick günstigen Anbieter schnell uninteressant werden. Wenn zwar der Arbeitspreis, also der Preis je Kilowattstunde, so niedrig ist, dass sich eine jährliche Ersparnis von zum Beispiel 100 Euro ergibt, dafür aber der Grundpreis überdurchschnittlich hoch liegt, lohnt sich der Wechsel nicht.

Um solche Überraschungen zu vermeiden, achten die meisten Anbieter von Online-Tarifchecks darauf, nur Preise inklusive aller Nebenkosten in ihre Datenbanken aufzunehmen. In diesem Fall können die Nutzer dann sicher sein, dass sie ihren Strom beim Sieger des Preisvergleichs auch tatsächlich am günstigsten erhalten.