Stromtarif im Check

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Tarife mit Kaution

Von neuen Kunden verlangen Stromversorger zu Beginn des Vertrags mitunter die Zahlung einer Kaution. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine vorgezogene Abschlagszahlung, die allerdings in der Regel nicht mit der ersten Rechnung verrechnet wird. Vielmehr behält der Versorger die Kaution bis zur Beendigung des Liefervertrags ein.

Stromversorger, die eine Kaution berechnen, sichern sich damit gegen Zahlungsausfälle ab. Gerät ein Kunde mit der Begleichung seiner Rechnungen in Rückstand, hat der Stromanbieter die Möglichkeit, auf die Kaution zuzugreifen und auf diesem Wege an sein Geld zu kommen. Doch nicht nur der Versorger profitiert von einer Kautionsregelung, auch für den Kunden können sich Vorteile ergeben. Als eine Art Gegenleistung für die Zahlung der Kaution gewähren nämlich viele Anbieter Nachlässe bei den Strompreisen. Abnehmer, die eine Sicherheitsleistung hinterlegt haben, kommen also in den Genuss eines günstigeren Arbeitspreises.

Ob der Preisvorteil bei einem Stromtarif mit Kaution gegenüber einen normalen Tarif ohne Kaution groß genug ist, um einen Tarifwechsel zu rechtfertigen, muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahlung der Kaution die Liquidität schmälert. Wer stets knapp bei Kasse ist, wird sich genau überlegen, ob er das Geld für die Kaution tatsächlich entbehren kann. Hinzu kommt, dass die Stromversorger das als Sicherheit hinterlegte Geld in aller Regel nicht verzinsen. Lässt sich mit der Kautionszahlung der Arbeitspreis allerdings spürbar senken, werden diese Nachteile schnell wieder ausgeglichen.