Stromtarif im Check

Stromtarife

Stromversorger

Stromversorger wechseln

Versorgungssicherheit auch beim Wechsel

Viele Verbraucher wissen zwar, dass sie durch den Wechsel ihres Stromversorgers eine deutliche finanzielle Entlastung erreichen würden, sie wagen den Schritt aber trotzdem nicht. Die Sorge: Wenn in der Übergangsphase etwas nicht nach Plan läuft, steht man plötzlich ohne Strom da. Die regionalen Versorgungsunternehmen, von denen noch immer die meisten Haushalte ihre Energie beziehen, haben natürlich keine Interesse daran, diese Ängste auszuräumen. Schließlich ist die Angst vor der Versorgungslücke für sie ein optimales Kundenbindungsprogramm.

Doch die Wahrheit ist: Kein Stromkunde, der zu einem anderen Versorger wechselt, muss eine Unterbrechung der Stromlieferung fürchten. Das ist zum Schutz der Verbraucher auch gesetzlich geregelt. Der lokale Grundversorger ist verpflichtet, die Belieferung mit Strom sicherzustellen und muss dieser Pflicht bis zur letzten Sekunde des Vertrags mit Ihnen nachkommen. Dann erfolgt die Umstellung auf einen anderen Stromanbieter, von der Sie gar nichts mitbekommen. Noch nicht einmal ihren Radiowecker müssen Sie neu stellen, denn es kommt zu keiner noch so geringen Stromunterbrechung.

Beim Wechsel des Stromversorgers muss der Zähler nicht ausgetauscht werden, auch sonst sind keinerlei physische Veränderungen erforderlich. Damit die Abrechnung sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen Anbieter korrekt von statten gehen kann, sollten Sie lediglich am Tag der Umstellung den Zählerstand notieren. Ab welchem Datum die Belieferung durch den neuen Versorger erfolgt, teilt Ihnen das Unternehmen rechtzeitig vorher mit.

Übrigens: Sollte der Anbieter, für den Sie sich entschieden haben, seiner Pflicht zur Stromlieferung irgendwann nicht mehr nachkommen können, bleibt Ihr Haushalt trotzdem nicht ohne Strom. Die gesetzliche Lieferpflicht gilt dann wieder für den Grundversorger, der Ihnen sofort und ohne Unterbrechung die Energie liefern muss. Grundversorger ist laut Gesetz automatisch immer das Unternehmen, das vor Ort die meisten Kunden hat. Dabei handelt es sich in aller Regel um den angestammten früheren Monopolisten.